Stimmt das: Heilpraktiker = Homöopathie?“

Heute möchte ich einmal einen etwas anderen Blogartikel schreiben.

Der Anlass ist ein Gespräch, das ich neulich mit einem guten Freund hatte. Er sagte zu mir:

„Ich dachte, Heilpraktiker arbeiten immer nur mit Homöopathie und Kügelchen.“

Solche Aussagen höre ich häufig und sie zeigen mir, wie viele Missverständnisse über diesen Beruf noch existieren. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, ein wenig aufzuklären, meine persönliche Arbeitsweise zu beschreiben und warum dieses Wissen auch in meine Onlinekurse von (Kl)Auszeit Coaching einfließt.

Was viele nicht über Heilpraktiker wissen: ein kurzer Überblick

Heilpraktiker arbeiten sehr unterschiedlich.

Wie in jedem Beruf gibt es verschiedene Schwerpunkte, Hintergründe und Methoden. Viele Menschen sind überrascht, wenn sie hören, dass Heilpraktiker unter anderem:

  • Blut abnehmen
  • Infusionen legen
  • Laborergebnisse auswerten
  • eine fundierte Anamnese durchführen
  • mit bestimmten Notfallmaßnahmen umzugehen wissen

Die Ausbildung umfasst weit mehr als viele vermuten.

Zentrale Inhalte sind u. a.:

  • Anatomie (Strukturen des Körpers)

  • Physiologie (wie der Körper funktioniert)

  • Pathophysiologie (wie Krankheiten entstehen)

  • klinische Untersuchungsmethoden

  • Differentialdiagnostik (was könnte hinter einem Symptom stecken?)

  • Notfallmedizin und Erstmaßnahmen

  • Laboranalyse und Beurteilung von Laborparametern

  • gesetzliche Grundlagen & Sorgfaltspflichten

Die amtsärztliche Überprüfung stellt sicher, dass Heilpraktiker Erkrankungen erkennen, Gefahren einschätzen können und so arbeiten, dass Patienten nicht zu Schaden kommen.

Die Prüfung ist dafür bekannt, dass sie anspruchsvoll ist und genau das ist gut so.

Wie ich persönlich arbeite

Ich arbeite naturheilkundlich, aber klar strukturiert und wissenschaftlich orientiert.

Durch meine Ausbildung habe ich die Schulmedizin nicht nur schätzen gelernt, sondern verstanden, wie essenziell sie ist. 

Für mich ist völlig selbstverständlich:

Naturheilkunde und Schulmedizin ergänzen sich. Sie stehen nicht im Widerspruch, sondern funktionieren am besten zusammen.

Ich verwende die Homöopathie zugegebenermaßen nur selten bis gar nicht. Mein Schwerpunkt liegt bei der Pflanzenheilkunde, manuellen Methoden und der Labordiagnostik. Wenn ich jemanden behandle sind für mich nachfolgende Schritte unabdingbar:

Für die Erstanamnese nutze ich grundsätzlich die aktuellen Laborwerte

Ich lasse mir immer aktuelle Laborwerte vorlegen oder fertige selbst ein Blutbild mit Hilfe eines Fachlabors an.

Nur so kann ich einschätzen, was im Körper tatsächlich passiert und ob eine naturheilkundliche Behandlung sinnvoll und verantwortungsvoll ist.

Eine ausführliche, medizinische Anamnese

Ich möchte verstehen, warum Beschwerden entstanden sind, nicht nur wie sie sich zeigen.

Das umfasst Lebensstil, Stresslevel, Schlafqualität, hormonelle Parameter, Verdauung, Nervensystem – das alles hängt zusammen.

Klare Grenzen

Ich arbeite eng mit schulmedizinischen Kollegen zusammen und überweise Patienten weiter, wenn bestimmte Themen ärztlich abgeklärt werden müssen.

Verantwortung bedeutet für mich, zu wissen, wo meine Kompetenz beginnt und wo sie endet.

Verständlichkeit und Transparenz

Ich erkläre meinen Patientinnen und Patienten was die Laborwerte bedeuten, welche Mechanismen im Körper aktiv sind und warum Symptome entstehen. Dieses Verständnis ist ein zentraler Teil meiner Arbeit.

Warum ich das erzähle und was das mit meinen Coachings zu tun hat

Viele, die auf meine Homepage kommen, sehen zuerst meine Coaching-Angebote bzw. Onlinekurse.

Was oft nicht direkt sichtbar ist:

Hinter all dem steckt medizinisches Wissen, klinische Erfahrung und eine sehr klare Arbeitsweise.

Wenn ich über Stress, Schlaf, Nervensystem, Hormone oder Ernährung spreche, dann basiert das:

  • auf Erkenntnissen aus Laborbefunden, die ich seit Jahren auswerte
  • auf praktischer Erfahrung aus der therapeutischen Arbeit
  • auf einem tiefen Verständnis von Biochemie, Neurophysiologie und Stressmedizin
  • auf der Überzeugung, dass fundierte Aufklärung Menschen nachhaltig hilft

Meine Kurse sind also nicht „nur Coaching“ – sie verbinden Coaching mit einem soliden naturheilkundlich-medizinischen Fundament.

Das ist mir wichtig. Nicht zuletzt ist es der Grund, warum sich meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer gut bei mir aufgehoben fühlen und fühlen können.

Klare Antwort:

Nein, nicht jeder Heilpraktiker arbeitet mit Homöopathie und das Handlungsfeld ist -wie ich oben erläutert habe- sehr umfangreich. 

Daher lohnt es sich für den Patienten immer vorab zu prüfen, ob die jeweiligen Behandlungsansätze des Heilpraktikers für den Patienten passend erscheinen.

Zum Schluss

Einen herzlichen Dank an den guten Freund, der mir die Anregung zu diesem Blogartikel gab:-)

Ich wollte dieses Missverständnis zum Anlass nehmen, ein wenig über meinen beruflichen Hintergrund und meine Haltung zu sprechen. Vielleicht hilft es Dir, meine Angebote besser einzuordnen oder mein Coaching aus einer neuen Perspektive zu sehen.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische, diagnostische oder therapeutische Beratung. Bitte wende Dich bei anhaltender Erschöpfung, Schlafstörungen oder gesundheitlichen Beschwerden an ärztliches oder heilkundiges Fachpersonal.

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